Toblach - Pieve di Cadore 65,4 km Aufstieg 1862m Abstieg 1026m
Heute hielt der Wetterbericht, was er gestern versprochen hatte. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen.
Beim Frühstück hatte ich ein interessantes Gespräch mit der Wirtin.
Sie erzählte mir, dass viele Gasthöfe aufgeben, weil die Besitzer zu alt sind, nicht weil keine Nachfrage besteht. Die Erben sind oft weggezogen und haben kein Interesse, und für Pächter rentiert sich das Geschäft nicht.
Satt und ausgeschlafen machte ich mich auf den Weg. Wieder mal hatte ich die Routen Beschreibung nur oberflächlich gelesen. Gut so! Es ging nämlich stetig bergauf, allerdings auf grobem Schotter.
Dafür gab es wunderbare Landschaft zu sehen. Zunächst den Toblacher See und später den Dürrensee. Beides wunderschöne Bergseen vor grandioser Kulisse.
Auch die berühmten drei Zinnen waren zu sehen, allerdings aus ungewohnter Perspektive.
Der Anstieg nahm kein Ende.
Dann kam doch der lang ersehnte Pass Passo Cimabanche - schau an 1530 m, ganz ordentlich!
Nun gings zügig bergab, leider weiterhin auf Schotter. Also "högschte Konzentration", ein Sturz könnte die ganze Tour beenden.
Nach langer Abfahrt auf einer ehemaligen Bahntrasse mit mehreren Tunneln erreicht ich Cortina d' Ampezzo.
Den Jüngeren wird das wenig sagen, aber für mich war das 1956 das erste bewusst wahrgenommene Sportereignis, die olympischen Winterspiele. Die Erwachsenen lauschten aufgeregt am Radio den Reportagen von Heinz-Florian Oertel. Harry Glass gewann Bronze im Skispringen!
Ich wusste sicher nicht, worum es geht, geschweige denn, wo Cortina liegt, aber die Spannung ist mir in Erinnerung geblieben.
Heute erinnert wenig an diese Glanzzeit des Ortes. Die Wirtin in Aicha erzählte mir, dass sich viele Wohlhabende aus Mailand und Rom Immobilien gekauft hätten, die im Sommer aber verschlossen sind.
Ist das wirklich noch die Olympiaschanze?
Nach weiterer Abfahrt erreichte ich Pieve di Cadore, ein verschlafenes Nest im italienischsprachigem Gebiet, in dem der berühmte Maler Tizian geboren wurde. Sein vermeintliches Geburtshaus steht noch.
Natürlich ist hier alles nach ihm benannt, selbst die Apotheke.
Warum bin ich nun ein Glückskind?
Weil das Wetter zur richtigen Zeit mitgespielt hat und mich diese traumhafte Landschaft genießen ließ und weil ich trotz grober Schotterwege wieder keine Panne hatte.
Es sind noch knapp 200 km bis Venedig beziehungsweise Mestre, wo ich übernachten will. Mal sehen, vielleicht komme ich doch erst Sonnabend dort an.
Heute hielt der Wetterbericht, was er gestern versprochen hatte. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen.
Beim Frühstück hatte ich ein interessantes Gespräch mit der Wirtin.
Sie erzählte mir, dass viele Gasthöfe aufgeben, weil die Besitzer zu alt sind, nicht weil keine Nachfrage besteht. Die Erben sind oft weggezogen und haben kein Interesse, und für Pächter rentiert sich das Geschäft nicht.
Satt und ausgeschlafen machte ich mich auf den Weg. Wieder mal hatte ich die Routen Beschreibung nur oberflächlich gelesen. Gut so! Es ging nämlich stetig bergauf, allerdings auf grobem Schotter.
Dafür gab es wunderbare Landschaft zu sehen. Zunächst den Toblacher See und später den Dürrensee. Beides wunderschöne Bergseen vor grandioser Kulisse.
Auch die berühmten drei Zinnen waren zu sehen, allerdings aus ungewohnter Perspektive.
Der Anstieg nahm kein Ende.
Dann kam doch der lang ersehnte Pass Passo Cimabanche - schau an 1530 m, ganz ordentlich!
Nun gings zügig bergab, leider weiterhin auf Schotter. Also "högschte Konzentration", ein Sturz könnte die ganze Tour beenden.
Nach langer Abfahrt auf einer ehemaligen Bahntrasse mit mehreren Tunneln erreicht ich Cortina d' Ampezzo.
Den Jüngeren wird das wenig sagen, aber für mich war das 1956 das erste bewusst wahrgenommene Sportereignis, die olympischen Winterspiele. Die Erwachsenen lauschten aufgeregt am Radio den Reportagen von Heinz-Florian Oertel. Harry Glass gewann Bronze im Skispringen!
Ich wusste sicher nicht, worum es geht, geschweige denn, wo Cortina liegt, aber die Spannung ist mir in Erinnerung geblieben.
Heute erinnert wenig an diese Glanzzeit des Ortes. Die Wirtin in Aicha erzählte mir, dass sich viele Wohlhabende aus Mailand und Rom Immobilien gekauft hätten, die im Sommer aber verschlossen sind.
Ist das wirklich noch die Olympiaschanze?
Nach weiterer Abfahrt erreichte ich Pieve di Cadore, ein verschlafenes Nest im italienischsprachigem Gebiet, in dem der berühmte Maler Tizian geboren wurde. Sein vermeintliches Geburtshaus steht noch.
Natürlich ist hier alles nach ihm benannt, selbst die Apotheke.
Warum bin ich nun ein Glückskind?
Weil das Wetter zur richtigen Zeit mitgespielt hat und mich diese traumhafte Landschaft genießen ließ und weil ich trotz grober Schotterwege wieder keine Panne hatte.
Es sind noch knapp 200 km bis Venedig beziehungsweise Mestre, wo ich übernachten will. Mal sehen, vielleicht komme ich doch erst Sonnabend dort an.
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